Zeugnisfeiern in außergewöhnlichen Zeiten - Gernsheimer Abiturienten erhalten ihre Abiturzeugnisse

Dass Veranstaltungen zurzeit unter strengen hygienischen und organisatorischen Auflagen stattfinden müssen, trübte die Atmosphäre bei der diesjährigen Zeugnisfeier der Gernsheimer Abiturienten nur bedingt. Zwar musste die in den vergangenen Jahren stets in der Stadthalle abgehaltene Feier in vier kleinere Feiern geteilt und die Schulaula verlegt werden, allerdings ermöglichte auch der verkleinerte Rahmen eine emotionale und zugleich ehrwürdige Verabschiedung des Abiturientenjahrgangs 2020. So viele fest im Jahresplan verankerte Stationen eines letzten Schuljahres mussten aufgrund von Pandemie und Hygieneauflagen ausfallen: Vofi-Party, letzter Schultag und Abi-Spass, Musikfreizeit und Schulkonzert, Abiball und Schulfest. Daher war die Durchführung einer gemeinsamen Abiturfeier umso bedeutender als gemeinsames Abschiednehmen vom ersten großen Lebensabschnitt – von der Schule.

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Zur Begrüßung spielte die Schüler-Combo „The Kingsmen“ - ebenfalls drei Abiturienten – Django Reinhardts aus dem Jahre 1937 stammendes Stück „Minor swing“. In ihrer Begrüßungsrede ermahnte Schulleiterin Silvia Schmidt danach die Schülerinnen und Schüler dazu, auch im weiteren Verlauf ihres Lebensweges ehrgeizig und zielstrebig zu sein und sich nicht hängen zu lassen, wenn einmal Schwierigkeiten zu bewältigen sind. Studienleiterin Martina Vey erinnerte an den langen gemeinsamen Weg der Schüler und ihrer Lehrer und bemerkte, dass das Abitur zwar eine beachtenswerte Leistung sei, aber doch erst den Anfang des Weges markiert in ein eigenverantwortliches und selbsttätiges Berufsleben.

Die Abiband („Kingsmen and friends“) ließ anschließend mit „September“ von „Earth, Wind and Fire“ und Bruno Mars' „Uptown Funk“ zwei Hits des Funk & Soul erklingen.

Die Tutoren Sonja Schuker, Mathias Bitto, Benjamin Lorenz, David Stuwe, Uli Froeseler und  Benjamin Lorenz -bisweilen sichtlich gerührt von dem Augenblick des Lebewohlsagens- verabschiedeten schließlich ihre Leistungskurse bei der Übergabe der Zeugnisse. Auch wenn der Handschlag, die Umarmung oder das Schulterklopfen zum feierlichen Moment ausbleiben musste – die gegenseitige Wertschätzung war trotzdem spürbar. Die Schulsprecher Janik Huber und Jakob Fechter betonten dieselbige von Seiten der Schülerschaft in ihren Abschiedsreden. Sie bedankten sich bei Lehrern, Eltern und Mitschülern für die schöne Zeit an der Schule, für die Unterstützung und die gemeinsamen schulischen und außerschulischen Erlebnisse und Erfahrungen. Die „Kingsmen“ beendeten die Feier mit dem wehmütig-sehnsuchtsvollen Jazzstandard „There will never be another you“ - allerdings in einem raschen und aufbruchsvollen  Tempo, das einem vielleicht sagen mochte: Auf geht’s in einen neuen Lebensabschnitt. 

Alle 87 Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrganges haben das Abitur erfolgreich abgelegt. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,3 liegen die Gernsheimer Gymnasiasten vermutlich erneut etwas unter dem Hessen-Durchschnitt. Die Jahrgangsbesten sind Clemens Wolf (Abiturnote 1,0 mit 888 Punkten) und Carla Gengnagel (Abiturnote 1,0 mit 849 Punkten) Geehrt wurden Janik Huber (Preis für soziales Engagement und bester Abiturient in Sport), Robin Schwäch (bester Abiturient in Physik), Igor Bopp (bester Abiturient in Chemie), Alexandra Lange (beste Abiturientin in Geschichte), Michael Kraus (Politik und Wirtschaft), Charlotte Körner (beste Abiturientin in Englisch) und Carla Gengnagel (beste Abiturientin und Englisch und beste Abiturientin), Hannah Friedrich (beste Abiturientin in Deutsch und Kunst), Clemens Wolf (bester Abiturient in Musik und Mathematik, bester Abiturient), Laura Schwarz (….), Laura Hartung (beste Abiturientin in Darstellendem Spiel), Yoana Yordanova und Jakob Fechter (beide Förderpreis der Fördervereins „Freunde des Gymnasium Gernsheims“)

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